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Nach der vielbeachteten Ausstellung in 2003 zur Säkularisation des Klosters lädt
das Kloster Scheyern zu einer in der Region wohl einmaligen Ausstellung ein.
Zwei
Besonderheiten dieser Ausstellung sind:
a)
Es wird der gesamte Zyklus der Weihnachtsgeschichte illustriert,
angefangen von der Verkündigung durch den Engel bis zur Flucht nach Ägypten.
b)
Die Ausstellung besteht nicht nur aus den Krippen, darunter eine echte
Osterriederkrippe und eine barocke neapolitanische Krippe. Es werden auch
Kupferstiche, Ölbilder, Münzen, Fatschenkinder, Trösterlein und Passionskindl
zu sehen sein.
Die
Exponate stammen aus fünf Jahrhunderten. Ein Marmorrelief aus dem 14.
Jahrhundert zeigt Maria mit segnendem Jesuskind. Zwei deutsche Bibeln aus den
Jahren 1483 und 1485 erzählen die Weihnachtsgeschichte und illustrieren diese
mit handkolorierten Bildern. Eine neapolitanische Barockkrippe (Leihgabe)
gehört zu den Höhenpunkten der Ausstellung. Aus dieser Zeit (1738) ist auch
der sog. Weihnachtskelch der Abtei, welcher auf den sechs Emaille-Medaillons die
Kindheitsgeschichte darstellt. Eine Sammlung von Kupferstichen der Augsburger
Kupferstecherfamilie Klauber ist zu sehen. Ein Bruder der Künstler war im 18.
Jahrhundert Mönch von Scheyern. Die Osterriederkrippe von 1904 füllt mit ihrer
großen Kulisse die gesamte Apsis der Kapitelkirche aus. Diese
und die anderen Exponate werden in der Kapitelkirche und im
Nebenraum ausgestellt. Diese Räume mit ihrem historischen Ambiente (Fürstenbilder
und Wittelsbachergrab) und ihrer Größe bieten einen ansprechenden Rahmen für
die Ausstellung. Zugang über den Kreuzgang des Klosters.
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