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Unter dem Motto „Szenen aus dem
Marienleben“ werden bei der zweiten Krippenausstellung im Kloster Scheyern
besonders Themen aus dem Leben Mariens dargestellt.
Das Geschehen der heiligen Nacht erzählen, in der von Frater Stephan
geschaffenen Kulisse einer szenisch aufgebauten Krippe, gefasste Tonfiguren aus
dem 19. Jahrhundert. Eine Augsburger Barockkrippe (um 1900 nachgeschnitzt) zeigt
das Geschehen im Stall, die Hirten und das Kommen der Weisen aus dem Morgenland.
Über neun Quadratmeter hinweg ist die große Osterrieder Krippe des Klosters zu
bestaunen. Diese wird wieder mit ihrer, ebenfalls von Sebastian Osterrieder
geschaffenen Kulisse, aufgebaut. In dieser Größe wurden Krippen nur sehr selten
geschaffen. Überliefert ist, dass sie von Osterrieder, der als bedeutendster
Krippenbauer des letzten Jahrhunderts gilt, auch an den päpstlichen Hof in Rom
und den kaiserlichen Haushalt in Berlin geliefert wurde. Nach Scheyern kam diese
in neapolitanischem Stil gehaltene Krippe über den Baron Theodor von
Cramer-Klett, der Anfang des letzten Jahrhunderts die Abtei Scheyern bei der
Wiederbegründung des Klosters Ettals maßgeblich unterstützte.
Erstmals werden gotische Holzreliefs aus dem 15. Jahrhundert gezeigt. Auf einer
flämischen Malerei des späten 17. Jahrhundert ist Maria mit dem Jesusknaben und
dem noch kindlichen Johannes dem Täufer in einer paradiesischen Landschaft zu
sehen.
Diese und die anderen Exponate werden in der Kapitelkirche und im Nebenraum
ausgestellt. Diese Räume mit ihrem historischen Ambiente (Fürstenbilder und
Wittelsbachergrab) und ihrer Größe bieten einen ansprechenden Rahmen für die
Ausstellung. Der Zugang ist über den Kreuzgang des Klosters. |