Der Hl. Kreuzritt

Der Scheyrer Kreuzritt, der jährlich an Christi Himmelfahrt im Kloster Scheyern stattfindet, steht in der Tradition der Flurprozessionen, bei denen vor allem in ländlichen Gegenden um Segen für Gärten, Felder, den Wald und eine gute Ernte gebetet wird. Viele Jahrhunderte bis zur Auflösung des Klosters 1803 (Wiedererrichtung 1838) wurde dieser Kreuzritt über verschiedene Dörfer in der Umgebung des Klosters gepflegt. 2003 wurde diese Tradition nach 200 Jahren wieder aufgenommen. 
Mehr zur Geschichte des Hl. Kreuzrittes in der Barockzeit finden Sie im  Artikel von Dr. Thomas Riemensperger.

Heute startet der Kreuzritt am Himmelfahrtstag um 14 Uhr am Prielhof. Dieses barocke Klostergut, ein mächtiger Vierseithof, gehört seit jeher zum Kloster. Der Abt führt das heilige Kreuz in der Kutsche mit, zu Pferde begleitet vom Pfarrer und dem Kreuzpater, dem Kustos des heiligen Kreuzes. Etwa 50 bis 60 Pferde und Reiter und einige Kutschen aus der Umgebung nehmen außerdem teil, und eine Musikkapelle darf natürlich nicht fehlen. Die Prozession von Reitern, Rössern und Wagen führt über die Fluren hinauf zum Kloster. Die Zuschauer können unterdessen den kürzeren Fußweg nehmen. Im Klosterhof wird nach der Ankunft der Prozession der Segen mit der in Scheyern seit 1180 aufbewahrten Heilig-Kreuz-Reliquie erteilt.

Anschließend können die Besucher durch die Klosteranlagen gehen und dabei den Kreuzgang, die Kapitelkirche mit der Familiengrabstätte der Wittelsbacher und die Basilika selbständig besichtigen oder sich die Sehenswürdigkeiten bei der Führung um 15 Uhr erklären lassen.

Aktuelle Fotos vom Hl. Kreuzritt 2008