Chronik der Benediktinerabtei Scheyern

zusammengestellt von Abt Engelbert Baumeister OSB

Fotos und andere Eindrücke zu 2007


Dezember 2006

 

02. 12.: Bischofsweihe in Eichstätt - Adventsbeginn

An der Weihe von Abt Gregor Maria Hanke OSB von Plankstetten zum Bischof von Eichstätt konnten Abt Engelbert und Altabt Bernhard teilnehmen. Der weihende Bischof, Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg, stellte in der Predigt mit den Begriffen „aufbrechen“ und „bleiben“ den tieferen Sinn des Advents heraus, der auch für unseren ganzen Glaubensweg gilt. Für den Beginn des bischöflichen Wirkens in Eichstätt verwies er mit den gleichen Worten auf den Weg des Gründerbischofs, des hl. Willibald OSB, der auch auf die Weisung des Papstes hin aufgebrochen ist, um als guter Hirte bei den ihm Anvertrauten zu bleiben.

 

03. 12.: Adventskonzert und Abend mit neuen geistlichen Liedern

Das „Palestrina Ensemble München“ gestaltete am Nachmittag wieder ein sehr besinnliches Konzert mit Gesängen und gesprochenen Texten zum Advent. Mit einer Meditation zum Adventskalender wies P. Lukas hin auf die Türen, die wir im Advent durchschreiten, um das Weihnachtsgeheimnis tiefer zu erfassen. Die Motetten von Palestrina und die anderen vorgetragenen Choräle und Kompositionen geben Zeugnis von der tiefen Adventserwartung  vieler Jahrhunderte, die uns auch heute ansprechen und beseelen kann.

Mit seinen neuen geistlichen Liedern konnte am Abend Herr Johannes Seibold, Gemeindereferent in der Pfarrei Scheyern, wieder viele Zuhörer begeistern und besinnliche Gedanken für das Alttagsleben mitgeben.

Für beide Konzerte gab der Adventsbazar im Klosterhof einen sehr ansprechenden Rahmen und dieser erhielt auch selbst eine religiöse Vertiefung. Es kommen dazu immer mehr Leute, die es schätzen, innerhalb der Klostermauern einen noch gut abgestimmten Adventsbazar zu finden.

 

06.12.: Rorate- Gottesdienste

„Jeden Mittwoch im Advent um 7.00 Uhr“: dieser besonders gestaltete Adventsgottesdienst in der Basilika zieht viele Menschen aus der ganzen Umgebung an. Das Erleben des nur mit Kerzen erleuchteten Kirchenraums und die abwechselnde musikalische Gestaltung helfen mit, sich besser für die adventliche Botschaft zu öffnen.

 

17.12.: Eröffnung der Krippenausstellung

In der Kapitelkirche und im angrenzenden Tonbildraum konnte in den letzten Tagen eine umfangreiche Krippenausstellung aufgebaut werden. Wir waren selbst erstaunt, wie viel wir allein aus dem Klosterbereich und dazu durch einzelne Leihgaben zusammentragen konnten. Zur Eröffnung sind auch viele Mitglieder des Freundeskreises der Einladung gefolgt und haben sich mit allen Besuchern anerkennend und erfreut gezeigt. (vgl. eigenen Bericht)

 

19.12.: Feier bei der GSF in Neuherberg/München

Der Pächter unserer landwirtschaftlichen Flächen am Prielhof, die GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (in der Helmholz-Gemeinschaft), hat zur Jahrestagung des Vereins der Freunde und Förderer eingeladen und ein wissenschaftlich anspruchsvolles Programm angeboten. Abt Engelbert und Prior P. Benedikt konnten teilnehmen. Zum Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Mittelstab von der Universität Konstanz mit dem Thema „Ethik in Medizin und Biologie im 20. Jahrhundert“ brachte auch die Podiumsdiskussion mit den vorausgehenden Statements der Teilnehmer sehr aktuelle Beiträge zu „Medizin der Zukunft“, „Ethik und Wirtschaftlichkeit“, „Ethik und wissenschaftliche Excellenz – ein Widerspruch?“ und „die Ethik der Wissenschaft im internationalen Vergleich“. Das Tagungsthema „Ethik –eine Frage des Standorts?“ im neu bei der GSF eingerichteten „Zukunftsforum Wissenschaft“ könnte mit den angesprochenen Fragen und den für die globalisierte Welt gewünschten und notwendigen Grundhaltungen hilfreiche Antworten geben.

 

27.12.: Weihnachtsfeier mit den Klosterangestellten

Nach dem gemeinsamen Besuch der Krippenausstellung und der Mitfeier der Vesper treffen sich die Angestellten aller Klosterbetriebe mit dem Konvent zum Abendessen und zur Weihnachtsfeier im Prälatensaal. Abt Engelbert  und der Zellerar P. Lukas danken für die treue Mitarbeit in diesem so erlebnisreichen Jahr,  und P. Prior Benedikt erinnert mit einer Foto- Rückschau an die besonderen Ereignisse.

 

31.12.: Lebende Krippe im Klosterhof

Die katholische Landjugend der Pfarrei hat gegenüber der Klosterpforte eine lebende Krippe aufgebaut; dazu hat Fr. Johannes auch ein paar Schafe aus dem Klostergarten gebracht, die mit einem jungen Lamm sogar die besondere Attraktion vor allem für die Kinder sind. Mit einem Informationsplakat weisen die Jugendlichen auf ihre Aktion hin, mit der sie die Einrichtung in Tabgha am See Genesareth unterstützen, wo Fr. Samuel Elsner OSB wirkt, der vor ein paar Jahren in der Scheyerer Pfarrei praktiziert hat.

Silvesterkonzert

Zum Abschluß des Mozart- Jahrs gestaltet heuer der Organist Michael Pollwein (Lehrer am Gymnasium Viechtach) das Silvesterkonzert mit Werken des gefeierten Komponisten. Wie jedes Jahr füllen die zahlreichen Besucher dieser besinnlichen Stunde zum Jahresausklang die ganze Basilika.  

Januar 2007

03.01.: Weihnachtsfeier mit dem Basilikachor

Der Dank an den Basilikachor mit der Einladung zu einem Festessen gehört zum festen Programm in jedem Jahr. Die musikalische Gestaltung der Gottesdienste an den Sonn- und Festtagen war im vergangenen Jahr noch durch Aufführungen zum Mozartjahr erweitert worden. Das langjährige Mitwirken vieler Chormitglieder ist auch Garant für die großartigen Leistungen. So wurde das Ehepaar Duda ausgezeichnet und geehrt für jeweils 25 – jährige Mitgliedschaft.

 

05.01.: Haussegnung und Besuch der Sternsinger

Nach altem Brauch werden am Nachmittag vor dem Fest der Erscheinung des Herrn alle Räume des Klosters vom P. Prior und begleitenden Mitbrüdern gesegnet. Zur anschließenden „Brotzeit“ im Refektorium kommt dann auch eine Sternsingergruppe dazu, die uns zuvor die Weihnachtsbotschaft vorträgt. Alle 12 Gruppen der Pfarrei (zusammen mit Niederscheyern und Gerolsbach) haben schließlich wieder eine stolze Summe von mehr als € 15.000.- zusammengetragen, womit (über die Zentrale in Aachen) die Projekte in Tabgha (Fr. Samuel Elsner OSB), in Indien und in Argentinien weiter unterstützt werden können.

 

06.01.: Besuch vom Petersberg

Als Auftakt zum Jubiläumsjahr auf dem Petersberg bei Dachau war P. Lukas gestern zu einem Gesprächsabend eingeladen. Die Benediktiner, die von Fischbachau kommend dort im Jahr 1107 die Kirche bauten, aber nach wenigen Jahren weiter zogen zum endgültigen Kloster Scheyern, sind in der Ursprungsgeschichte der bedeutsamen Kirche fest verwurzelt und die Kontakte mit Scheyern blieben über die Jahrhunderte immer lebendig.

Heute kam die derzeitige Kurs- Gruppe mit ihren Familien und der Leitung der kath. Landvolkshochschule Petersberg zu einem Besuch nach Scheyern. Nach der Führung durch P. Lukas stärkten sich alle mit Kaffee und Kuchen im Prälatensaal.

   

23.01.: Der Winter kommt verspätet

Nach dem Frühlingswetter in der ersten Januarhälfte und den stürmischen Tagen mit „Kyrill“ breitet sich endlich eine weiße Schneedecke über das Land. Die schon blühenden Schneeglöckchen haben damit sicher weniger Probleme als die übrige Natur, die schon im Saft steht, oder die Vögel, die ihr einladendes Zwitschern zum Brutgeschäft nun wieder einstellen müssen.

 

26.01.: Schnuppertage im Kloster

Heuer hatten sich so viele Interessierte angemeldet, dass die Teilnehmerzahl auf 30 beschränkt werden musste. Schüler aus unserer Berufsoberschule, ehemalige Absolventen und Jugendliche aus der näheren Umgebung kamen, um wieder ein wenig hinter die „Kulissen“ des Klosters schauen zu können und im Mitfeiern des Chorgebets und Erleben des klösterlichen Alltags mehr von der „Welt der Mönche“ zu erfahren. Aus den Gesprächen war zu spüren, dass manche Erlebnisse, wie die gemeinsame Mahlzeit – unter Stillschweigen und mit Tischlesung -, tiefen Eindruck hinterlassen haben. (vgl. eigenen Bericht)

 

30.01.: Besuch vom orientalischen Institut Eichstätt

Im Rahmen eines Hauptseminars „Johannes von Damaskus, seine Biographie, sein Werk und seine Welt“ besucht Prof. Dr. Johannes Hofmann mit acht Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern unser Byzantinisches Institut und unser Kloster. Die Studenten, -unter ihnen welche aus der Ukraine, Slowakei und Weißrussland- lassen sich sehr interessiert von Dr. Robert Volk und Abt Engelbert die Geschichte und die Arbeit unseres Instituts erklären. Mehrere Themen ihrer Lizentiats-Arbeiten an der Universität berühren sogar den großen Theologen Johannes von Damaskus und die Herausgabe seiner Werke in unserem Scheyerer Institut durch den verstorbenen P. Bonifaz Kotter OSB und nunmehr durch Dr. Robert Volk. (vgl. eigenen Artikel zum Barlaam-Roman und Chronik vom 21.03.)

  

31.01.: Besuch bei „Antenne Bayern“

Nach den Reportagen mit Leikermoser aus unserem Kloster am 22.November 2006 war unsere Klostergemeinschaft zu einem Besuch beim Sender in Freimann/München eingeladen worden. Gerne nahmen wir heute diese Gelegenheit wahr, um ein wenig die Arbeitsweise und Technik eines Radiosenders kennen lernen zu können.

 

Februar

 

07.02.: Gespräch mit Friedrich Kardinal Wetter

Zu einer Begegnung der Provinziale der verschiedenen Orden, die in unserem Erzbistum wirken, und der Äbte der vier Benediktinerklöster hatte unser Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter eingeladen. Nun waren es erst wenige Tage, seit er am Lichtmeßtag seinen Rücktritt als Erzbischof von München und Freising bekannt gegeben hatte, aber weiterhin als vom Papst beauftragter Administrator der Diözese bestellt worden war. So hat er in erfreulicher Rüstigkeit seine herzliche Verbundenheit und große Dankbarkeit für die Tätigkeit der Orden zum Ausdruck gebracht und die Wichtigkeit unterstrichen, dass Klöster als geistliche Zentren die ganze Pastoral der Kirche unterstützen und mittragen.

 

08.02.: Gedenkgottesdienst für + Herrn Norbert Hauß

Seit Schuljahrsbeginn war der gesundheitlich Zustand des stellvertredenden Schulleiters unserer Berufsoberschule, Herrn Norbert Hauß, sehr besorgniserregend. Sein Tod am 31. Januar hat alle Schüler und Lehrer sehr betroffen gemacht. In einem ökumenischen Gottesdienst nahmen wir heute Abschied und gedachten dankbar seiner langjährigen überaus verdienstvollen Tätigkeit an unserer Schule. (vgl. Nachrufe)

Anschließend hat das Kloster zu einer Begegnung aller Gottesdienstteilnehmer im Seminarsaal eingeladen. So konnte auch der Gedenkenaustausch der jetzigen Schüler mit ehemaligen Absolventen, mit den Lehrern, Bekannten und Verwandten noch tiefer die Verdienste unseres verstorbenen Herrn STD Norbert Hauß würdigen. Zum 30- jährigen Bestehen unserer Berufsoberschule hatte er im letzten Sommer für den Scheyrer Turm (vgl. Nr. 63, S.134) einen ausführlichen Artikel geschrieben.

 

09.02.: Treffen mit dem neuen Bischof von Eichstätt

Seine äbtlichen Mitbrüder hat Bischof Gregor zu einem abendlichen Treffen und Gedankenaustausch ins bischöfliche Palais eingeladen. Mit der gemeinsam gesungenen Vesper in der Hauskapelle und dem Abendessen konnte Bischof Gregor wieder etwas vom „klösterlichen Rahmen“ erleben, der ihm in seiner „Einsiedelei“ des Bischofshauses abgeht. Zur Übernachtung waren die Äbte im Gästehaus der Benediktinerinnen- Abtei St. Walburg. Mit den Schwestern haben sie am nächsten Morgen auch den Gottesdienst zum Fest der hl. Scholastika gefeiert.

 

22.02.: Besuch von Erzbischof Schick

Zu einem „Blitzbesuch“ kam Erzbischof Schick von Bamberg mit seiner „bischöflichen Familie“, d.h. Weihbischof, Generalvikar, den Ordensschwestern, die den Haushalt führen, u.a. vorbei, um ihnen das Kloster Scheyern zu zeigen. Sie waren auf der Rückfahrt von München, wo der Erzbischof an diesem Tag das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland erhalten hat. So konnten wir ihm auch gleich herzlich dazu gratulieren.

 

März

03.03.: Gäste aus Fockenfeld

Vom Spätberufenenseminar St. Josef in Fockenfeld in der Oberpfalz sind neun Studenten mit ihrem geistlichen Begleiter zu Exerzitientagen bei uns. Unsere Mitbrüder P. Thomas und Fr. Stefan haben vor ihrem Klostereintritt auch diese Schule besucht, die vom Orden des hl. Franz von Sales getragen wird.

 

07.03.: Kelten- Museum in Manching

Der erste Mittwoch- Nachmittag im Monat soll nach Absprache der Mitbrüder künftig die Möglichkeit bieten, etwas gemeinsam zu unternehmen bzw. ein Programm für die Gemeinschaft zu machen. Der Besuch des Keltenmuseums in Manching war heute eine schöne Gelegenheit, die Geschichte unserer näheren Heimat besser kennen zu lernen. Das erst im Juni 2006 eröffnete Museum überrascht die Besucher durch eine umfassende Rekonstruktion des Manchinger „Oppidums“ vor mehr als zweitausend Jahren. Herausragendes Fundobjekt ist der erst 1999 geborgene Goldschatz. Da wir ja auch im Scheyerer Klosterwald an einem rechteckigen Erdwall die Spuren einer Keltenschanze haben, regt sich spontan der Wunsch, vielleicht doch einmal größere Ausgrabungen zu versuchen. Auch die römische Besatzungszeit Südbayerns ist sehr aufschlussreich dokumentiert und durch Überreste zweier 15 Meter langer römischer Schiffe aus dem Militärkastell Oberstimm veranschaulicht. Der Verkehr auf den aufgezeigten Land- und Wasserwegen der Kelten und Römer steht allerdings in einem unübersehbaren Kontrast zu dem, was sich vom Museumsfenster aus heute auf der Autobahn München – Nürnberg beobachten lässt.

 

12.03.: Treffen der Seelsorger des Landkreises

Die Seelsorger aus den drei Dekanaten bzw. Diözesen unseres Landkreises waren wieder zum gemeinsamen Tag der Begegnung in unserem Kloster eingeladen. Zum Thema der „praktischen Schöpfungsverantwortung in unseren Pfarrgemeinden“ hat der Umwelt-Referent unserer Erzdiözese, Gotthard Dobmeier, die beiden Salesianerpater aus Benediktbeuern, Prof. Dr. Karl Bopp und den Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur, P. Karl Geisinger, gewinnen können. Für die Arbeit in den Erstkommunion- und Firmgruppen, sowie in der Ministrantenarbeit, konnten vielfältige Anregungen und praktische Hilfen aufgezeigt werden, die im Einklang mit dem Schöpfungsglauben und der Hoffnung auf das Kommen des Reiches Gottes die Menschen unserer Tage zur richtigen Verantwortung vor Gott anleiten können.

 

16.03.: Besuch des Kommun- Noviziats

Mit einem Ausflug nach Scheyern, Freising und St. Bonifaz in München haben die fünf Novizen aus den Klöstern unserer Bayrischen Kongregation zusammen mit dem Magister, P. Michael OSB aus Ettal, ihre gemeinsamen Wochen im Kloster Andechs abgeschlossen. Die Erfahrungen dieser brüderlichen Begegnungen festigen auch die Verbindungen unter unseren Klöstern.

 

17.03.: Zwischen-Kapitel der Bayerischen Benediktinerkongregation

Im Hinblick auf das im Jahre 2008 anstehende 150- Jahr- Jubiläum der Wiederbegründung unserer Bayerischen Benediktinerkongregation trafen sich in Scheyern die Äbte und Deputierten unserer Klöster zu einem Besinnungstag über die heutige Bedeutung der Kongregation für unsere Klöster. Als „Jubiläumsgast“, der genau seit 25 Jahren Präses der Österreichischen Kongregation und zudem dienstältester Abt aller Benediktiner ist, berichtete Abt Clemens Lashofer OSB von Göttweig über seine langjährigen Erfahrungen mit Sinn, Zweck und Aktivitäten der Österreichischen Benediktinerkongregation. Mit zusätzlichen eigenen Impulsreferaten über die Möglichkeiten der gegenseitigen Förderung und Hilfeleistung brachte der Tag einen recht fruchtbaren Gedankenaustausch.

 

21.03.: Fest des Hl. Benedikt

Nach dem Festtagskaffee bot sich heute die gute Gelegenheit, uns von Dr. Robert Volk von seiner Arbeit in unserem Byzantinischen Institut, besonders bei der wissenschaftlichen Herausgabe des griechischen Textes des „Barlaam- Romans“, erzählen zu lassen. Da wir die deutsche Fassung in diesen Wochen als Tischlesung im Refektorium hören, ergeben sich viele interessante Fragen zu diesem leider etwas vergessenen, aber in der Literaturgeschichte so bedeutsamen Buch. (vgl. eigenen Artikel)

Nach dem Festgottesdienst am Abend sind wieder alle Gottesdienst-Teilnehmer zu einer Begegnung im Prälatensaal eingeladen. Für den Schulleiter, einzelne Lehrer und viele Schüler unserer Berufoberschule ist es eine willkommene Gelegenheit zum Gespräch mit den Mitbrüdern.

 

23.03.: Aufnahmen für italienisches Fernsehen

Im Hinblick auf den 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. hat ein italienischer Fernsehsender, der auch für die dortige Bischofskonferenz arbeitet, um ein Interview gebeten. Er will, neben anderen Orten der bayerischen Heimat, auch erfragen und im Bild festhalten, was das Kloster Scheyern dem Kardinal Ratzinger bei seinen vielen Besuchen bedeutet hat.

 

25.03.: Aufführung der Johannespassion

Als bewundernswerte und großartige Leistung hat der Basilikachor, unterstützt von Schülern aus dem Chro und Orchester des Schyrengymnasiums, unter Leitung von Karl-Heinz Söndermann die Johannespassion zur Aufführung gebracht. Nach einer Einführung in das Werk von Joh. Seb. Bach durch Prof. Dr. Theo Seidl und mit dem Text im Programmheft konnten die Zuhörer umso mehr miterleben, was die tiefsinnigen Melodien und Texte auch den Menschen unserer Tage als Glaubenserlebnis vermitteln können. In Verbindung mit der musikalischen Darbietung der Passion hat eine gleichzeitige Ausstellung im Kreuzgang aufgezeigt, was Schüler des „Grund- und Leistungskurses Kunst“ am Schyrengymnasium Pfaffenhofen unter dem Thema „Ecce Homo – Ansichten zum Menschen“ erarbeitet haben. Teils nah orientiert an biblischen Texten, teils thematisiert an aktuellen Fragen über den Menschen und seine Passion überall in der Welt, regten die Bilder und Gipsminiaturen zum Nachdenken an und ließen erkennen, dass die jungen Menschen intensiv dem Thema nachgegangen sind.

 

28.03.: „Es geschah in Jerusalem…“

Ein Passionsspiel über die letzten Tage im Leben Jesu hat die Schulspielgruppe der Hauptschule Scheyern einstudiert und an zwei Abenden in der Basilika aufgeführt. Sehr einfühlsam sind die Jugendlichen den Weg Jesu nachgegangen und haben in den Dialogen wohl am meisten selbst erlebt, was die ganze Dramatik im Leben Jesu auslöste. Man konnte auch spüren, dass den Spielern die damaligen Ereignisse mehr bedeuteten in ihrem Weiterwirken für unser Leben. So wurde besonders das letzte Abendmahl, sehr zurückhaltend und ehrfürchtig dargestellt, zu einem ergreifenden Geschehen.

 

 

April

01.04.: Konvent- Exerzitien

P. Peter Hinsen SAC, Leiter des Pallottihauses in Freising, gestaltete die Jahresexerzitien in unserer Gemeinschaft. Am Beispiel einzelner Kapitel aus dem Lukasevangelium griff er viele aktuelle Themen auf, die in unseren Ordensgemeinschaften, wie überhaupt im christlichen Leben, uns hilfreiche Belehrung und Ermutigung sein können: so spannte sich der Bogen von der tiefen Sehnsucht nach fruchtbarer Erfüllung des Lebens und der dankbaren Freude wie bei den Eltern Johannes des Täufers, bis zum richtigen Selbstwertgefühl, das von Jesus angesprochen wird als Voraussetzung für die Nächstenliebe.

Mit der Profeßerneuerung konnten die Exerzitientage wieder die Bereitschaft zum „Ja“ des geistlichen Lebens bestärken.

Auch der Eintrag des Exerzitienmeisters in das Gästebuch spiegelt diese segensreichen Tage wider:

„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden!“ (Lk 3,22) Mit diesen Worten konnte Jesus seinen Weg gehen, mit diesen Worten können auch wir unseren Weg gehen, wenn wir ihm Glauben schenken. „Hauptakteur“ in diesen Tagen war der heilige Geist, seine „Zielgruppe waren die Mönche, der Evangelist Lukas der geistliche Begleiter. Und ich danke, dass ich dabei sein durfte in der Atmosphäre des benediktinischen Lebens.

 

17.04.: Ostertagung der Salzburger Äbtekonferenz

Die jährliche Tagung der deutschsprachigen Benediktineräbte fand diesmal wieder in der Schweiz statt. Das Tagungshaus der Schönstatt-Schwestern in Quarten hoch über dem Walensee bot uns, wie bereits 2003, eine großzügige Unterkunft. Das Thema betraf diesmal die Äbte selbst im Sinne des zweiten Kapitels der Regel des heiligen Benedikts: „Qualis debeat abbas esse“ – Ansprüche an das Amt und die Person des Abtes heute. Mit Statements von vier Äbten aus unseren Reihen wurde die Thematik aufbereitet und aktuell dargestellt, so dass sich sehr fruchtbare Gespräche daraus entwickeln konnten. Die Schwerpunkte waren dabei in Anlehnung an die Regel Benedikts: Persönliche Lebensführung des Abtes, Menschführung, äbtliche Leitung als Bewahren des Gesamtüberblicks, Kloster und Außenbeziehungen. In den Sitzungspausen schenkte der weite Blick auf die herrliche Frühlingslandschaft und die letzten Schneefelder auf den Bergen willkommene Abwechslung und Anregung zu brüderlichem Gedankenaustausch.

 

17.04.: Papst Benedikt XVI. feiert seinen 80. Geburtstag

Von der Pressestelle des Ordinariats wurden vor wenigen Tagen für eine Veröffentlichung auch Glückwünsche für den Papst aus unserer Abtei erfragt, da ja Kardinal Ratzinger so oft einige Tage bei uns weilte. Unsere persönlichen Grüße haben wir schon früher nach Rom geschickt mit zwei Büchern als Geschenk, die Papst Benedikt sicher interessieren: die kürzlich erschienene griechische Veröffentlichung des Barlaam- Romans aus unserem byzantinischen Institut, über das er sich immer erkundigte, und die Neuauflage des Psalters für den Gottesdienst, des so genannten Scheyerer Psalters, aus dem Kardinal Ratzinger auch gerne mitgesungen hat. Unser Gebet für den Papst geht über den heutigen Festtag hinaus und hat in jeder Eucharistiefeier seinen festen Platz.

 

21.04.: Treffen des Freundeskreises am Petersberg

Das heurige 900- Jahr Jubiläum der Kirche am Petersberg (vgl. Chronik 06.01.) veranlasste uns, zum Jahrestreffen des Freundeskreises unserer Abtei dorthin zu fahren. Der festliche Gottesdienst, die Jahresversammlung und das gemeinsame Mittagessen haben uns in erfreulich großer Anzahl wieder die Verbundenheit spüren lassen, die zwischen den Mitgliedern des Freundeskreises und dem Kloster sowie untereinander entstanden ist.

(vgl. eigenen Bericht)

 

26.04.: Mitbrüder in Freising

Für unsere Mitbrüder in der Seelsorge des Dekanates Scheyern war heute die Dekanatskonferenz in Freising verbunden mit einer Führung im weitgehend bereits renovierten Freisinger Dom durch Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger. In der Krypta, am Grab des Diözesanpatrons, des hl. Korbinian, sangen wir die Vesper und waren anschließend Gäste in den neuen Räumen der kirchlichen Jugendstelle nahe bei der Pfarrkirche St. Peter unten in der Stadt.

Abt Engelbert nahm am Abend noch im Diözesanmuseum an der Feier zur Verabschiedung des bisherigen Leiters Prof. Dr. Peter Steiner und der Amtseinführung von Frau Dr. Sylvia Hahn teil. Besonders durch die Kreuz- Ausstellung 2005 sind mehrfache Verbindungen mit dem weit über die Diözesangrenzen hinaus sehr beachteten Museum entstanden.

 

29.04.: Konzert in der Basilika   

Das Blechbläserquartett „quattro stagioni“, das sich in unseren Klosterräumen immer wieder zu Proben einfindet, gab ein Konzert mit Werken von Gg. Phil. Telemann, Gg. Fr. Händel, Joh. Seb. Bach, Michael Praetorius, Anton Bruckner, Gottfried Reiche und Benedetto Marcello. Die zahlreichen Besucher brachten ihre Wertschätzung der großen Leistung der jungen Musiker zum Ausdruck, die sich schon bei mehreren Konzerten ausgezeichnet haben.

 

Mai

 02.05.: Konvent- Nachmittag (vgl. 07.03.)

Der heutige „Konvent- Nachmittag“ gehört dem neuen „Scheyerer Psalter“ (4.Auflage), mit dem wir in der heutigen Vesper beginnen wollen. Nach einer ersten Einführung und Probe mit P. Armin Russi aus Mariastein, der gerne wieder einmal am 23.April zu uns gekommen war, und mit Frau Margret Hasenmüller, gilt es heute, die Ergänzungen und Veränderungen gegenüber unserem bisherigen Psalter genauer anzuschauen. Nach einem Rückblick des Abtes auf den Beginn mit dem neuen Scheyerer Psalter vor 35 Jahren und einem Hinweis auf die grundlegenden Gedanken dieser Bearbeitung der Psalmen richten die Mitbrüder den Blick auf den wohl schwierigsten Aspekt beim Psalmen- Beten und - Singen: die Frage, in welchem Umfang wir manche Psalmenverse und die so genannten „Fluchpsalmen“ in ihrer „zeitbedingten und bibel- theologisch harten Sprache“ uns und manchen unvorbereiteten Mitbetern und Gästen „zumuten“ können. Im Buch sind  Einklammerungen vorgesehen, die uns aber trotzdem herausfordern, auch in unserer Zeit das Wirken Gottes in der menschlichen Heilsgeschichte und das wechselvolle Handeln des Menschen zu erkennen und entsprechend auszudrücken. Die vielseitige Diskussion wurde zu einem sehr fruchtbaren Gespräch im Kreis der Mitbrüder. Die Freude beim Gesang der Vesper mit dem neuen Buch und seinen vielfältigen neuen Auswahlmöglichkeiten war dann Allen anzumerken. (vgl. eigenen Artikel über den „Scheyerer Psalter)

 

06.05.: Heilig- Kreuz- Fest

„Das Kreuz als Hilfe“ steht in der Lokalzeitung über dem Bericht zum Kreuzfest. P. Beda Sonnenberg OSB, Prior-Administrator von Plankstetten, war der Hauptzelebrant, und stellte in seiner Predigt bei der Deutung des Kreuzes einen Vergleich her zu den so genannten Autobahnkreuzen, den hin- und wegführenden Wegen und der wichtigen Mitte, welche die Richtung angibt. So können die verschiedenen Kreuze im Leben auch hilfreich und wegweisend sein. (vgl. Predigt)

Als hohe Gäste beim Gottesdienst und am Nachmittag als Schirmherrin von „Kunst im Gut“ im Prielhof konnten wir begrüßen: die kaiserliche Hoheit, Prinzessin Teresa und ihren Ehemann Prinz Rasso von Bayern, den Enkel des letzten bayerischen Königs. Mit großem Interesse gingen sie nach dem Mittagessen mit dem Konvent und den anderen Gästen durch die Räume und Freiflächen des Prielhofs und erfreuten sich wie die riesengroße Anzahl der Besucher an den vielfältigen Kunsthandwerken und Attraktionen der Veranstaltung.

 

07.05.: Treffen der Provinziale und Äbte

Die in der Münchner Diözese wirkenden Oberen treffen sich wieder zum Gedankenaustausch im Salesianum in München. Zum Thema „Aufnahme und Ausbildung junger Mitbrüder“ berichten die einzelnen Provinziale und Äbte von ihren Erfahrungen und Plänen. Besonders durch das Zusammenlegen von Provinzen sind in mehreren Orden ganz neue Situationen, aber auch neue und interessante Möglichkeiten dafür entstanden.

 

17.05.: Kreuzritt

Den so ersehnten und notwendigen Regen gibt es gerade heute. Werden die Reiter mit ihren Pferden und die Teilnehmer an der Andacht und dem Segen im Klosterhof trotzdem in größerer Zahl kommen? Sie kamen. Etwa 30 Reiter und dazu 5 Kutschen nahmen den zum Teil weiten Weg nach Scheyern auf sich. Auch die Teilnehmer am Prozessionsweg und im Klosterhof nahmen mit dem Schirm den Regen in Kauf. Es hätte ja viel mehr regnen können – und eigentlich sollen. So war auch dieses Anliegen mit den Gebeten und dem abschließenden Segen verbunden.

 

20.05.: Oldtimer– Bulldog- Treffen im Prielhof

Wenige Tage nach dem Kreuzritt stellten sich im Prielhof statt der Pferde ihre Konkurrenten und Nachfolger, die „Bulldogs“, mit ihren unterschiedlichen Pferdestärken zu einer Veranstaltung auf, die auch viele Besucher anzog. Ein neu gegründeter Verein „Agri- Kultur- Freunde e.V.“ unter der Leitung des Betriebsleiters am Prielhof, Georg Gerl, lockte 150  Besitzer mit ihren Oldtimern an, die stolz ihre meist fein herausgeputzten Traktor- Veteranen zeigten. An den historischen Maschinen konnten die Besucher die technische Entwicklung aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts studieren. Ein besonderes Kuriosum stellten zwei Lanz- Bulldogs mit Holzvergaser dar, die gegen Ende des zweiten Weltkriegs zur Bewältigung der Energiekrise gebaut wurden. Unter den interessierten Besuchern waren auch Mitbrüder des Klosters, voran der langjährige Zellerar P. Dominkus, der sich noch gut erinnert, was es jedes Mal bedeutete, wenn für die entsprechenden Arbeiten in der Land-und Forstwirtschaft wieder ein neuer Traktor ausgesucht und angeschafft werden musste.

 

28.05.: Reise des Fördervereins in die Toskana

Die jährliche Kulturreise in der Pfingstwoche geht diesmal in die Toskana. P. Andreas hat wieder ein sehr interessantes Programm zusammengestellt und begleitet seinen „Fanclub“ sehr sachkundig durch diese Woche. (vgl. Bericht)

 

Juni

 

08.06.: Konventausflug

Zum traditionellen Konventausflug brachen wir heuer schon früh auf, um noch zeitig vor den Touristen in der Wieskirche den Gottesdienst feiern zu können. Der Wallfahrtsseelsorger, Prälat Georg Kirchmeir, zeigte uns kurz die Theologie des ganzen Kirchenraumes auf, die auf das Wallfahrtsziel „zum gegeißelten Heiland in der Wies“ abgestimmt ist.

Unser nächstes Ziel war die Burg Hohenschwangau bei Füssen, wo wir als „Scheyerer“ eine spezielle Führung bekamen, die uns auch im „Schyrenzimmer“ die historischen Bilder aus der Geschichte Scheyern- Wittelsbach sehen ließ.

In Füssen interessierte uns besonders die ehemalige Abtei St. Mang, die nun von der Stadt zum Teil als Museum eingerichtet ist. Im Kloster der Franziskaner konnten wir uns vor der Abfahrt noch mit Kaffee stärken, um dann als letztes Ziel das Kloster Andechs anzusteuern. Mit Abt Johannes und den Mitbrüdern beteten wir zunächst die Vesper und wurden dann beim gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse so gut bewirtet, dass wir zum Aufbruch mahnen mussten, um nicht zu spät für die Komplet nach hause zu kommen. Für die vielen schönen Begegnungen konnten wir wirklich dankbar sein.

 

09.06.: Feierliche Oblation von Fr. Johannes Wenger

Nach den Jahren seiner zeitlichen Profeß bindet sich nun Fr. Johannes als Regular-Oblate für immer an unser Kloster. In einem festlichen Pontifikalgottesdienst gab er sein Versprechen und sang das „Suscipe me domine“. In der Predigt deutete Abt Engelbert die Worte des hl. Benedikt im Kapitel 59 seiner Regel und brachte sie in Verbindung mit der Oblation der Opfergaben und von uns selbst in jeder Eucharistiefeier.

 

15.06.: Herz-Jesu-Fest und Jubiläum in Ettal

Seit der Wiederbegründung des Klosters Ettal durch Scheyern im Jahr 1900 wird die Verbundenheit beider Klöster besonders am Herz-Jesu-Fest durch den Besuch des Scheyerer Abtes sichtbar. Zum heurigen Fest hat Abt Barnabas den ganzen Scheyerer Konvent eingeladen, um das aktuelle Jubiläum mitzufeiern, dass im Jahre 1907, also vor 100 Jahren, das Kloster dann zur Abtei erhoben worden ist. So haben beim gemeinsamen Gottesdienst, bei dem Abt Engelbert die Festpredigt hielt, beide Konvente wieder dankbar der Mitbrüder gedacht, die damals so mutig und segensreich in ihren Klöstern gewirkt haben.

 

16.06.: Ordenstag in Freising

Zu einem geistlichen Tag waren die Ordensleute aus der Münchner Diözese eingeladen. Auch aus unserem Kloster konnten ein paar Mitbrüder teilnehmen. Zum Thema „Apostolat und Sendung der Ordensleute heute – Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch (Joh 20,21)“ wurden Referate und Gesprächskreise angeboten, die den Ordensleuten in der heutigen gesellschaftlich- religiösen Situation aufzeigen wollten, wo sie ihre Sendung neu erkennen und vertiefen können. In Anwesenheit von Kardinal Friedrich Wetter wurde zum Abschluß gemeinsam die Vesper gesungen.

 

17.06.: Einweihung des „Benediktuswegs“

„Scheyern legt dem Papst Steine in den Weg“ – so hat eine Zeitung die Überschrift formuliert, und damit aufmerksam gemacht, dass nun aus dem von Kardinal Ratzinger gerne begangenen Spazierweg vom Scheyrerer Heimatkreis ein „Benediktusweg“ gekennzeichnet und an den fünf Eckpunkten mit Steinen und einem Richtungspfeil darauf markiert wurde. In einer kleinen Feier eröffneten Bürgermeister Müller und Abt Engelbert vor dem Prielhof diesen Weg und viele Teilnehmer wanderten gleich anschließend auf diesem etwa 6 km langen Rundweg (über die Pappelallee- durch den Klosterforst- vorbei an der Wasserreserve- und zurück an den Weihern entlang zur Einmündung in den schon lange bestehenden „Benediktenweg“ neben den Parkplätzen bei der Klosterschenke).

 

22.06.: Konzert in der Basilika

Im Rahmen eines Benefiz- Konzertes des Rotary-Clubs Pfaffenhofen gastierte ein Flöten – Ensemble aus Japan, in dem ehemalige Schülerinnen von Professor Paul Meisen meisterhaft Werke von J.S.Bach und anderen Komponisten zur Aufführung brachten.

 

24.06.: Konzert des Trientiner Bergsteigerchores im Klosterhof

Durch besondere Beziehungen brachte der Pächter unserer Klosterschenke, Herr Vogt, den berühmten „Coro Trentino“ nach Scheyern. Am Freialtar des Klosterhofs sang der Chor- nach jeweiligen Einführungen und Übersetzungen- aus seinem reichhaltigen Programm und begeisterte die Zuhörer, die trotz der noch heißen Abendsonne, sich auch an der schönen Kulisse des Klosterhofs erfreuten.

Juli

 

01.07.: 900 Jahre Petersberg (vgl. Artikel)

Die Scheyerer Mönche kehrten zurück auf den Petersberg – aber nur für einen Tag zur Mitfeier des großen Jubiläums. Fast alle Mitbrüder konnten schon an der Sternwallfahrt teilnehmen, bei der unsere Gruppe von Kleinberghofen aus in einer Stunde zum Petersberg pilgerte. Dort feierte unser Erzbischof, Friedrich Kardinal Wetter auf der Wiese vor der Basilika den Festgottesdienst und segnete zuvor die beiden Kelche und Hostienschalen, die der Scheyerer Konvent als besonderes Zeichen der ununterbrochenen Verbundenheit für die Petersberger Basilika als Jubiläums- Geschenk gestiftet hat. Nach dem Festakt und dem Mittagessen im Bildungshaus spielten die Scheyerer Kinder unter Leitung von P. Prior Benedikt in der vollen Basilika in einem Theaterstück nach, wie vor 900 Jahren die Mönche nach Scheyern umgezogen sind. Ähnlich haben sich die Kinder schon in Scheyern mehrmals am Stiftertag, dem 1. August, spielerisch in die Klostergeschichte vertieft. Mit der gesungenen Vesper, die von uns Scheyerer Mönchen gestaltet wurde, klang für uns das festliche Programm dieses Jubiläumstages aus. Für die vielen Besucher aus nah und fern gab es freilich auch nachher noch erfrischende Getränke – und allseits gelobt: ein gutes Scheyerer Bier.

 

Silbernes Priesterjubiläum

Domdekan Dr. Lorenz Wolf (Altscheyrer 1965/74) feiert in seiner Heimatpfarrei Scheyern beim Abendgottesdienst sein silbernes Priesterjubiläum. Pfarrer P. Markus und Abt Engelbert assistieren dabei als Konzelebranten. In seiner Predigt geht der Jubilar auf die Lesungen und das Evangelium dieses Sonntags ein, die in besonderer Weise von den verschiedenen Berufungen sprechen, die Gott an uns ergehen lässt. Nach dem Gottesdienst gab es vor der Klosterpforte bei Brezen und erfrischenden Getränken für die meisten Kirchenbesucher noch lange anregende Gespräche.

 

12.07.: Verabschiedung der Absolventen

Nach einem Gottesdienst in der Basilika werden im „Festsaal“ des Prielhofs die BOS- Absolventen der 13.Klasse verabschiedet. Für die Absolventen der 12. Klassen ist dann die Feier am 23. Juli. Wie sehr sich die Absolventen inzwischen mit Scheyern verbunden fühlen, kommt auf der Abi-Zeitung bzw. auf manchem T-Shirt zum Ausdruck, wenn da zu lesen ist: „Mir geht es `Scheyern`, oder „proud to be Scheyrish“.

In einem kurzen Grußwort wünscht Ihnen Abt Engelbert, dass sie neben dem schulischen Erfolg auch aus der Begegnung mit dem Leben und Wirken des Klosters viele Erfahrungen für das Leben aus Scheyern mitnehmen können und in der Gemeinschaft der „Altscheyrer mit ihm in Verbindung bleiben.

 

14.07.: Treffen der goldenen Absolvia (1957)

Die Klassenkameraden der vierten Absolvia an unserem humanistischen Gymnasium nach dem 2. Weltkrieg freuen sich über ein Wiedersehen. P. Andreas zeigt ihnen, wie es inzwischen an ihren „Erinnerungsplätzen“ aussieht.  

 

24.07.: 70. Geburtstag von Fr. Subprior Kilian

Im vorangegangenen Urlaub hat Fr. Kilian schon mit seinen Angehörigen und bei einem Dankgottesdienst im Kloster Münsterschwarzach, den unser P. Thomas hielt, seinen 70. Geburtstag vorgefeiert. Heute trifft es sich gut, dass zur Feier des Tages mittags auch die Äbte unserer Nachbarklöster Rohr und Weltenburg, sowie der Prior-Administrator von Plankstetten zu einem Treffen in Scheyern sind; nach dem festlichen Abendgottesdienst sind dann einige unserer Angestellten eingeladen zum Abendessen mit dem Konvent im Garten.  

 

  August

  01.08.: Gedenken der Stifterin Haziga

Zur Erinnerung an die Stifterin Gräfin Haziga sind an diesem Tag die Kinder der Umgebung eingeladen. "Brand und Wiederaufbau der Klosterkirchen", so heißt das Stück, bei dem die Aktionsgruppe Sonnenblume Szenen und Begebenheiten aus den Jahren 1171 und 1183 spielt. Dabei geht es um das Thema, wie man mit Rückschlägen fertig werden kann und mit Gottvertrauen neu beginnen lernt. Der Kinderchor der Basilika sorgt für die musikalische Umrahmung.  Anschließend werden nach altem Brauch alle anwesenden Kinder mit einem kleinen Geschenk bedacht.   

 

15.08.: Mariä Himmelfahrt

Nach dem festlichen Gottesdienst zum Patrozinium unserer Basilika ziehen heute viele Besucher hinunter zum Prielhof, wo - wie schon letztes Jahr- das „Hopfazupfafest“ stattfindet. Mehrere tausend Besucher aus der ganzen Hallertau und Umgebung werden im Laufe des Tages vom interessanten Programm angezogen, das vom Verein „Bayern- Brauchtum-Volksmusikgestaltet wird.

Am Abend ist Abt Engelbert von den Herz- Jesu- Missionaren nach Steinerskirchen eingeladen, um beim Gottesdienst und der feierlichen Lichterprozession die Festpredigt zu halten. Etwa 2-3 tausend  Besucher füllen den Kirchplatz und bilden bei der langen Prozession ein eindrucksvolles Bild.

 

Nach der Vesper fahren – wie schon in den vergangenen Jahren- unsere „jungen Mitbrüder“ zu unserem Gründungsort Bayrischzell, wo sie im Pfarrheim übernachten können und am nächsten Tag eine Bergwanderung machen bzw. eine ausgiebige Wanderung im schönen Tal hinter dem Wendelstein. Ein Besuch gilt auch dem neuen Heimatmuseum in Schliersee, in dem ein Hof aus den früheren Scheyrer Besitzungen in Geitau wieder aufgebaut ist.

 

September

 

16.09.: Kreuzfest

Das Fest Kreuzerhöhung feiert mit uns Abt Benedikt Lindemann OSB aus der Dormitio- Abtei in Jerusalem. Er kann den Termin günstig mit seinem Aufenthalt in Deutschland verbinden und hier auch mit seinen Mitbrüdern Fr. Samuel und Fr. Simon zusammentreffen, die sich ebenfalls gerade in Deutschland aufhalten. Die Predigt beim Festgottesdienst ist ganz geprägt vom Gedanken der Versöhnung, der ja auf allen Ebenen der menschlichen Begegnungen so wichtig ist, ganz besonders im heiligen Land. Mit ihren Bemühungen um friedliche Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern, vor allem schon unter den Kindern und Jugendlichen, setzen die Benediktiner in Jerusalem und in Tabgha besondere Zeichen.

Vor der Abreise am nächsten Morgen hielt Abt Benedikt noch in der Turnhalle für alle Schüler der BOS ein Referat über die Lage im hl. Land. Mit großem Interesse stellten diese auch viele Fragen.

 

28.09.: Äbtetreffen und Jahresempfang in Augsburg

Vom „kleinen (regionalen)Äbtetreffen“ in Plankstetten fuhr Abt Engelbert gleich weiter nach Ausgburg, wo beim Jahresempfang von Bischof Walter Mixa auch mehrere andere Äbte anzutreffen waren. Sehr beidruckend war bei diesem Empfang der Vortrag von Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble mit dem Thema „Christen und Muslime in Deutschland – Herausforderungen für das Miteinander“. Trotz der brisanten Gefahrensituation durch Terroraktionen von Extremisten ist es dem Innenminister ein Grundanliegen, von allen Seiten her eine gesunde und rechtlich solide Basis für ein friedliches Miteinander zu schaffen.

 

30.09.: Segnung der Ehepaare in Freising

Unter dem Leitwort: “Wer in der Liebe bleibt – Danken für viele Ehejahre“ feierte Kardinal Wetter im Freisinger Dom einen festlichen Gottesdienst. Zur Einzelsegnung der über 700 Ehepaare war auch Abt Engelbert eingeladen. Angesichts des vor wenigen Tagen zur Diskussion gebrachten Ansinnens, die rechtliche Zeit des Ehebundes auf vorerst sieben Jahre anzusetzen, war die Anwesenheit so vieler Jubelpaare ein beeindruckendes Zeugnis unerschütterlicher Liebe und ehelicher Treue.

 

Oktober

 

02.10.: Schutzengel-Fest mit Profeßfeier

Mit dem Gottesdienst am Fest der Patrone unserer bayerischen Benediktinerkongregation konnten wir die Feier der zeitlichen Profeß unseres Fr. Joachim Zierer verbinden. Aus seiner Heimat Walderbach (Diözese Regensburg) waren die Eltern und die Schwester gekommen, und aus der Pfarrei Scheyern nahmen viele Gläubige teil, die sich mitfreuten, dass wieder ein junger Mitbruder sich der Klostergemeinschaft angeschlossen hat.

 

03.10.: Dekanatswallfahrt zum Petersberg

Im Jubiläumsjahr der Kirche auf dem Petersberg (vgl. Chronik 21.4. und 1.7.) hatte auch die traditionelle Wallfahrt der Pfarreien des Dekanats Scheyern als Ziel die altehrwürdige Basilika, die mit der Geschichte unseres Klosters so verbunden ist. Nach einem kurzen gemeinsamen Prozessionsweg vom Fuß des Berges feierten wir den Gottesdienst, bei dem P. Markus die Predigt hielt. Im Tagungshaus konnten sich noch die Teilnehmer aus den verschiedenen Pfarreien treffen und bei Kaffee oder einer Brotzeit stärken .

 

06./07.10.: Kunst im Gut

Eine feste Tradition haben schon die Tage „Kunst im Gut“ auf unserem Prielhof. Die Veranstalterin Margit Grüner weiß die beiden Tage immer wieder mit ausgesuchten Künstlern und Gruppen interessant zu gestalten. Wie am 05./06. Mai war die Schirmherrin wieder die kaiserliche Hoheit Prinzessin Teresa mit ihrem Ehemann Prinz Rasso von Bayern. In ihrer Begleitung waren am Samstag drei ihrer eigenen Kinder mit ihren Familien und Kindern. Für sie war es gleichzeitig wie ein Familientreffen, zu dem sie bis von Niederösterreich angereist kamen. Vor dem Mittagessen mit dem Konvent gab es darum auch an den Kirchenstufen ein richtiges „Familienfoto“ der Scheyerer Mönche mit den Nachfahren unserer  Stifterfamilie.

 

13.10.: Gründungskloster Hirsau

Mit dem Scheyerer Heimatkreis unternahm P. Lukas eine interessante Fahrt in den nördlichen Schwarzwald, zum Kloster Hirsau, von dem im 11. Jahrhundert die Gründung unseres Klosters in Bayrischzell ausging. Auch die Stationen Alpirsbach, Calw und Maulbronn vermittelten einen gewaltigen Eindruck von der Kraft des Mönchtums in jener Region.

 

15.10.: Betriebsausflug

Die Angestellten des Klosters und die mit den Betrieben verbundenen Mitbrüder konnten beim Nachmittags-Ausflug nach Tegernsee einen der letzten sonnigen Herbsttage genießen. Nach einer Brotzeit und der Führung durch die Klosterkirche ging es mit dem Schiff hinüber nach Bad Wiessee, wo es ein ausgiebiger Spaziergang wurde, bis wir unseren Bus fanden, der andererseits auch uns suchte. Vom Parkplatz hinter der Ortschaft Kreuth machten wir eine geplante Wanderung, vorbei an der staatlichen Forellenzucht und an der „weltbekannten politischen Bühne“ von Wildbad Kreuth, zur Schwaigeralm. Dort konnten wir uns bei einem kräftigen Abendessen wieder stärken und ausgiebig unterhalten. Eine Versuchung, eventuell über den Durst zu trinken, durfte gar nicht aufkommen, weil ja noch der Rückweg zum Bus eingeplant war.

 

20.10.: Altscheyrer - Treffen

Das jährliche Treffen hat wieder viele Kameraden aus allen Schüler- Generationen zusammengeführt und frohe Erinnerungen aufkommen lassen.

 

November  

13.11.: Visitation

Im regelmäßigen Abstand von vier Jahren findet in unserer bayrischen Benediktinerkongregation durch den Abtpräses und Mitglieder des Präsidiums die Visitation statt. Nach den gemeinsamen Satzungen wird dabei das Leben in der Klostergemeinschaft in den Blick genommen und nach einem vorbereitenden Fragebogen mit den einzelnen Mitbrüdern und gemeinsam besprochen. Diesen mitbrüderlichen Dienst übernahmen heuer bei uns Abt Barnabas und P. Raphael vom Kloster Ettal. Sie gaben uns wieder viel Ermutigung für das geistliche Leben in der Klostergemeinschaft.

 

Dezember

folgt im neuen Jahr...