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Als Lehrer nach Amerika: Reise ohne Wiederkehr

Der genaue Grund, warum gerade P. Joseph Peruschitz nach Amerika berufen wurde, ist nicht bekannt. Offenbar erbaten die amerikanischen Benediktiner einen erfahrenen, jedoch noch jungen Mönch, der sich rasch auf die neue Umgebung einstellen konnte und Pater Peruschitz wollte seinerseits als Lehrer beim Aufbau der Benediktinerabteien in Amerika helfen.

So verabschiedete sich P. Joseph Peruschitz am 30. März 1912 von den Scheyrer Mönchen. Seiner Familie berichtete er nichts von seinem Vorhaben, es sollte eine Überraschung werden, wenn er Amerika erreichte. Von Scheyern aus fuhr er über München, wo er sich letzte Papiere von der White Star Line für seine Überfahrt holte, nach Holland in die Benediktinerabtei Merkelbeek.

Von hier aus fuhr er in die Benediktinerabtei Ramsgate, südlich von London, wo er die Karwoche verbrachte, bis er am 9. April nach London fuhr um letzte Vorbereitungen für seine Überfahrt zu treffen. Am darauffolgenden Tag besuchte er in der Frühe noch eine Messe in London, bevor er zum Hafen fuhr, wo die Titanic um 12 Uhr mittags in Richtung Cherbourg (Nordfrankreich) ablegte.

Nachdem die Titanic Cherbourg angelaufen hatte, hielt sie Kurs auf den letzten europäischen Hafen, Queenstown in Südirland. Von hier aus legte sie am 11. April 1912 in Richtung New York ab. Zwischen dem 14. und 15. April geschah die Schiffskatastrophe und der damit verbundene Untergang des P. Joseph Peruschitz mit der Titanic.