Geschichte der beiden Glocken

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Im Jahre 1947 wurde für den Scheyerer Kirchturm ein neues Geläute angeschafft, weil im zweiten Weltkrieg bis auf die kleine Glocke alle anderen zum Einschmelzen abgegeben werden mussten. 60 Jahre sind seitdem vergangen, aber die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. In den letzten Jahren waren immer wieder kostspielige Reparaturen notwendig.

 

 

Diese beiden Bronzeglocken passten nicht zum Geläut der Stahlglocken, die Abt Franz Seraph Schreyer 1947 kaufte, da Bronzeglocken zu damaliger Zeit unerschwinglich teuer waren. Laut  dem Glockensachverständigen der Erzdiözese Gerald Fischer, stellen die Bronzeglocken jedoch "ein Werk für die Ewigkeit" dar und sollen die Stahlglocken zukünftig ablösen. Ihre hervorragenden Klangqualitäten bewiesen die Glocken, als Pfarrer Pater Markus sie mit einem Hammer anschlug. (Im Bild v. links: Abt Engelbert, Mesner, P. Markus)

 

 

 

         
 

 

Die große Glocke

 

 

         

Die größere der beiden Glocken stammt, wie die Inschrift belegt, aus dem Jahr 1816, also aus der Notzeit nach der Säkularisation und wurde in Landsberg von Johann Spannagl gegossen. Die weitere Beschriftung lautet: "St. Martine et Corbiniane, orate pro nobis", übersetzt: "Heiliger Martin  und Korbinian, bittet für uns!", sie ist also den beiden Heiligen geweiht, die auf dem Glockenmantel dargestellt sind. Des weiteren ist noch eine Kreuzigungsgruppe abgebildet. Die Inschrift "Joachim Furtmayr Pfarrer und Gutthäter" weist auf den Stifter der Glocke hin. Diese große Glocke sollte eingeschmolzen und war bereits auf dem "Glockenfriedhof", glücklicherweise traf sie dieses Schicksal nicht und wurde so der Nachwelt erhalten.

Das Gewicht der Glocke beträgt ca.  750kg.

 

Die kleine Glocke

 

Die kleinere Glocke ist einfacher gearbeitet. Sie wurde 1921 von Georg Wolfart in Lauingen gegossen. Auch sie stammt aus der Notzeit nach dem Ersten Weltkrieg. Der Inschrift belegt, dass sie dem heiligen Josef geweiht ist.

Das Gewicht der dieser Glocke beträgt ca. 400kg.

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