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Ökologische Bewirtschaftung

Ziel unserer Landwirtschaft ist es, ein möglichst vielseitiges Sortiment an Lebensmitteln zu erzeugen und diese, über die bereits bestehenden Klosterbetriebe, direkt an unsere Kunden zu Vermarkten.

Zuerst war das Huhn, denn unsere Legehennen waren die ersten neuen tierischen Bewohner am Prielhof. Sie leben in einem mobilen Hühnerstall der regelmäßig versetzt wird, so dass ihnen immer eine frische Wiese für den täglichen Auslauf zur Verfügung steht. Vielleicht haben Sie sie bei einem Spaziergang um den Prielhof ja schon entdeckt! Die Eier unserer Hühner sind in den Filialen der Klostermetzgerei erhältlich. Zusätzlich wird ein Teil unserer Eier zu leckeren Nudeln verarbeitet, auch diese erhalten Sie in der Metzgerei und im Klosterladen.
Unseren alten Legehennenstall, östlich des Prielhofs, haben wir zu einem Stall für Masthähnchen umfunktioniert. Hier haben die Hähnchen reichlich Platz und erhalten, ab einem gewissen Alter, täglich Auslauf ins Grüne. Da sie mehr als doppelt so alt werden als konventionell gehaltene Hähnchen ist ihr Fleisch sehr aromatisch und saftig. Da sie zudem schwerer werden sind sie der ideale Sonntagsbraten für die ganze Familie. Diese sind saisonal in den Filialen der Klostermetzgerei erhältlich. Aber Legehennen und Hähnchen werden nicht die einzigen Tiere am Prielhof bleiben. Die Planungen für einen Enten- und einen Rinderstall sind bereits in vollem Gang!  


Bei unserem Ackerbau legen wir besonderes Augenmerk darauf, die Bodenfruchtbarkeit durch eine vielfältige Fruchtfolge zu erhalten und zu fördern. Dabei spielen Zwischenfrüchte und Leguminosen eine entscheidende Rolle. Um den natürliche Struktur des Bodens zu erhalten versuchen wir den Pflugeinsatz zu verringern. Da die Felder rund um den Prielhof zum Teil sehr hügelig sind wird durch den Anbau von Zwischenfrüchten, Untersaaten und, soweit möglich, Winterbegrünungen die Erosion auf ein Minimum reduziert.
Dass am Prielhof weiterhin Kartoffeln, für unsere bekannten Kartoffelkisten in Scheyern und in Gerolsbach, angebaut werden ist zwar nichts Neues, jedoch haben wir uns erstmals auch im Anbau von roten und blauen Kartoffeln versucht. In diesem Jahr werden wir auf einer kleinen Fläche versuchsweise Speisezwiebeln anbauen. Zudem werden wir auf zwei größeren Flächen Speisesoja zur Tofu-Herstellung erzeugen. In der Zukunft wollen wir auch hier Neues wagen.  So werden wir den Anbau von Speisemöhren versuchen und auch der Einstieg in Sonderkulturen, der mit einem kleinen Beerenfeld seinen Anfang machen könnte, ist geplant.

Das Klostergut bewirtschaftet derzeit eine Fläche von 140 ha. Diese unterteilen sich in 100 ha Ackerland, 35 ha Grünland und 5 ha Brachflächen. Zur Ernte 2017 wachsen folgende Früchte auf unseren Feldern:

◊    Speisekartoffeln zur Direktvermarktung in unseren Kartoffelkisten
◊    Speisezwiebeln als Probeanbau
◊    Sommerweizen
◊    Winterroggen
◊    Wintertriticale zur Saatgutvermehrung
◊    Sommertriticale als Tierfutter
◊    Sojabohnen zur Tofu-Herstellung
◊    Ackerbohnen zur Saatgutvermehrung
◊    Erbsen als Tierfutter
◊    Sonnenblumen zur Ölgewinnung
◊    Kleegras


Auf unseren Weideflächen dürfen derzeit die Rinder unseres Partnerbetriebes von Max Kainz den Sommer verbringen. Die Tiere der Rassen Limousin und Wagyu werden in zwei Herden auf unsere Weiden aufgeteilt. Auf der Weide östlich des Prielhofs grasen Mütterkühe mit ihren Kälbern, auf den westlichen Flächen werden Ochsen gehalten. Durch die Weidehaltung und die extensive Fütterung ist das Fleisch dieser Tiere von besonderer Qualität.


Die landwirtschaftliche Betriebsstätte ist, etwas abseits vom Kloster, am historischen Prielhof von 1758 angesiedelt. Während im Prielhof selbst Büro- und Lagerräume untergebracht sind ist das eigentliche Zentrum der Landwirtschaft die neue, moderne Lagerhalle oberhalb des historischen Gebäudes. Diese wurde 2015 als Ersatz für die alte landwirtschaftliche Halle, die sogenannte Arche Noah, errichtet, die im Jahr 2014 einem Brand zum Opfer gefallen war.In unserer neuen landwirtschaftlichen Halle wird zukünftig neben einer geräumigen Werkstatt mit Ersatzteillager auch ein Getreidelager seinen Platz finden. Zudem haben wir hier reichlich Platz zum Unterstellen unserer Maschinen und Geräte und anderer Landwirtschaftlicher Produkte, wie etwa Saatgut, Heu und Stroh. Zudem wurde auch die alte Fuhrwerkswaage dorthin versetzt und modernisiert, so dass wir in der Lage sind, unsere Erträge und Lagerbestände genau zu dokumentieren.