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Die päpstliche Basilika von Scheyern

Hauptschiff der Basilika
Statue des Hl. Bonifatius
Seitenschiff der Basilika

Geschichte

Am 9. Oktober 1215 wurde die Basilika des Klosters Scheyern geweiht. Dies geschah nach dem Wiederaufbau unter Leitung von Abt Baldemar (1171-1203) von den Zerstörungen durch Brände in den Jahren 1171 und 1183. Im Laufe der Zeit folgten mehrere Umbauten, wodurch die Kirche im Stil des 18. Jahrhunderts erscheint. Durch Abt Joachim Herpfer erhielt die Basilika bei Umbauten Spätrokoko-Elemente.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich das Bild der Kirche durch eine schneidende Umgestaltung im Stil der Neuromantik. Der Barock erscheint somit nur noch an Restplätzen. Im März 1980 erfolgte die Erhebung der Klosterkirche zur päpstlichen Basilika.

Aufbau

Die dreischiffige querschiffslose Stiftskirche (heute rund 50 m lang, 20 m breit – ohne Seitenkapellen- und 12,50 m hoch) ist in ihrer romanischen gedrungenen Uranlage noch vorhanden, hat aber im Laufe der sieben Jahrhunderte ihr Gesicht stark verändert.

Betrachtet man den Innenraum der Klosterkirche von der Eingangshalle her, so strebt der ganze Raum wie eine Prozessionsstraße dem Chorraum mit dem Altar zu – ein Sinnbild für den Weg des Menschen zu Christus. Den Abschluss des Raumes bildet der barocke Hochaltaraufbau, der die ganze Breite des Chorraumes einnimmt. Das Altargemälde des Hochaltars, 1771 von dem kurfürstlichen Hofmaler Christian Wink geschaffen, zeigt das Kirchenpatrozinium: Die Aufnahme Mariens in den Himmel.

Am Eingang zum Altarraum stehen die beiden Rokoko-Figuren des hl. Erasmus und des hl. Bonifatius. Es sind kostbare Werke aus der Werkstatt Ignaz Günthers (um 1765). Beide Märtyrer stehen als Zeugen für ungeteilte Christusnachfolge: Der Glaube an Jesus Christus war ihnen so wichtig, dass sie dafür sogar ihr Leben opferten.

Die Deckengemälde des Mittelschiffes, 1923/24 von Otto Hämmerle gemalt, greifen Themen auf, die für Scheyern bedeutsam sind: Über dem Altarraum die Himmelfahrt und Krönung Mariens, in der Mitte der Kirche die Verherrlichung des hl. Benedikts, auch durch die Gründung Scheyerns, und über der Orgelempore die Auffindung und Erhöhung des hl. Kreuzes.

An den Wänden des Mittelschiffes zeigt ein Freskenzyklus verschiedene Szenen und Wunder aus dem Leben des hl. Benedikts. Der Marienaltar zeigt eine besonders schöne spätgotische Madonna (1467). Sie war vermutlich das Mittelstück des gotischen Hochaltares gewesen.

Volksaltarbild mit Szene der Kreuzauffindung.