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Die Johanneskirche (Kapitelkirche)

Längst hatte sich allerorts ein neuer Baustil durchgesetzt. So wurde auch die Kapitelkirche im Renaissancestil erneuert, als Bayern 1623 zum Kurfürstentum erhoben wurde. In der Ostwand des Chorraumes dominiert das große Kreuzigungsrelief (1514) des Meisters Hans von Pfaffenhofen.

Jahrhunderte lang war es über dem südlichen Klostertor angebracht und kündete den Pilgern und Wallfahrern schon von fern, dass sie nun das „Kloster zum Hl. Kreuz“ betraten: In der Mitte die Kreuzigung Christi zwischen den Schächern, darunter die hl. Maria und der Apostel Johannes, und auf der anderen Seite der Ordensvater St. Benedikt und Maria Magdalena. Auf einem Podest flankieren das Geschehen zu beiden Seiten zwei Heilige, die für das Mönchsleben eine große Rolle spielen: Der hl. Johannes der Täufer und der hl. Martin.

Dieses Kreuzigungsrelief ist ein tiefes Sinnbild für unser Leben: Christus hat am Kreuz den Tod besiegt, der Christ hat Anteil an diesem Sieg, wenn er dem Herrn treu zur Seite steht:

„Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lk 14,27)