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Stiftergedenken im Kloster Scheyern

Mönche beschenken Kinder nach dem Willen von Gräfin Haziga

Jedes Jahr am 1. August gedenken die Mönche des Klosters Scheyern ihrer Stifterin, der Gräfin Haziga, die vor etwa 900 Jahren den Benediktinern ein Kloster geschenkt hat. Nach ihrem Willen werden an diesem Tag die Kinder aus Scheyern und Umgebung beschenkt; auch heuer waren dazu wieder 74 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern gekommen und bekamen nach einer Andacht in der Kapitelkirche ein Geldstück und ein Nusshörnchen.

Es ist schon Tradition, dass bei der Andacht ein kleines Theaterstück von der Aktionsgruppe aufgeführt wird, geschrieben von Frater Joachim Zierer OSB und einstudiert zusammen mit Vroni Feldmann. Heuer stellten die Kinder das Geschehen um die Wiedergründung nach der Säkularisation dar. König Ludwig I. beschloss 1837, wieder Mönche im altehrwürdigen Kloster seiner Vorfahren anzusiedeln. Dazu ließ er zunächst den Turm deutlich erhöhen, und 1838 zogen dann Mönche erneut feierlich zusammen mit dem Bischof in Scheyern ein. Nach dem Spiel fragte Pfarrer Pater Benedikt Friedrich OSB die Kinder, warum sie heute gekommen seien. Einige antworteten: „Um das Spiel anzuschauen“ und: „Um zu beten“; eine erfrischend ehrliche Antwort folgte: „Weil wir da einen Euro und etwas zu essen kriegen.“

Und das stimmte auch. Vor der Klosterpforte beschenkte Cellerar Pater Lukas Wirth OSB die Kinder mit einem Euro und von den Fratres erhielten sie auch noch ein Nusshörnchen, das mit großem Appetit an Ort und Stelle verspeist wurde. (eg)

 

Probe
Probe
Die Spielgruppe
Aufführung
Geschenk werden verteilt