English | Italiano | Kontakt | Impressum | Anfahrt

Spaziergang durch die "Bayerische Toskana"

Kleine Wanderrunde von ca. 30 Minuten
Start und Ziel beim Kloster oder beim Inselweiher

Gegenüber der Klosterschenke mit Biergarten kann man gut parken. Neben dem Parkplatz führt vor der Kreuzung zur Hauptstraße des Ortes (Hochstraße) rechter Hand der Benediktenweg hinunter ins Grüne. Nach dem Ortsschild sieht man rechts den Inselweiher, in welchem sich der barocke Prielhof (errichtet 1758) von seiner schönsten Seite spiegelt.

Sie gehen aber zunächst links den leicht ansteigenden Feldweg (Geisweg) am Scheyrer Schlittenberg entlang, auf dem man bei Schnee fast immer Kinder schlittenfahren sieht, später an der Drachenwiese vorbei, die im Herbst beliebter Anziehungspunkt ist. Der Feldweg knickt dann rechts ab hinauf zur sog. "Konradseiche". Hier lädt eine Bank zum Verweilen ein. Wenn Sie zurückschauen, sehen Sie den romanischen Turm und die Klosteranlage. Nach vorne bietet ein weites Panorama einen Blick über das gesamte Klostergut, welches links vom Klosterwald und rechts vom Prielhof begrenzt wird.

Aufgrund der Pappelallee wird dieses Stück Land gerne auch „Bayerische Toskana“ genannt. Sie gehen den nun abfallenden Feldweg weiter und kommen zu einem kleinen Waldstück mit Lichtung, dem sog. „Schwedenfriedhof“. Der Name erinnert an den Durchzug der Schwedenheere während des Dreißigjährigen Krieges. Eine Grabplatte im Kreuzgang des Klosters gibt Zeugnis vom Schicksal des Mönches Johannes Huber, der durch Misshandlung der Soldaten 1633 ums Leben kam.

Am Schwedenfriedhof führt ein kleiner Pfad weiter, hinunter zum „Teufelsweiher“, dem ersten einer ganzen Kette von Fischweihern, welche vom Kloster angelegt wurden. Hintergrund ist die mittelalterliche Tradition, dass Klöster sich im Fleischkonsum einschränken sollten. Ab hier ist der Rundweg sehr einfach. Sie gehen rechts am Teufelsweiher auf dem geschotterten Weg in Richtung Prielhof, halten sich immer an den Weihern. Vorbei am Badeweiher, der am Einstieg zu erkennen ist, kommen Sie zu einem langgezogenen Weiher, an dessen Ufer ein Schild auf seine Besonderheit hinweist. Hier ist die Wassernuss („natans trapans“) heimisch, eine vierzackige Nussform, die unter Wasser wächst. Diese Pflanze galt in Bayern schon als ausgestorben, konnte jedoch durch aufwändige Renaturierungsbemühungen im Scheyrer Weiher überleben.

Auf der anderen Wegseite befinden sich die Wirtschaftsgebäude des Klostergutes. In dem alten Tennenstadl, nach seinen biblischen Maßen „Arche Noah“ genannt, werden u.a. die Kartoffeln aus dem ökologischen Anbau gelagert, in Säcke verpackt und verkauft. Der Weg führt zum Inselweiher, auf dem man sich im Winter gerne zum Eisstockschießen oder Schlittschuhlaufen trifft. Hier kommen Sie vor dem Prielhof auf die kleine Teerstraße, auf welcher Sie rechts gehen, bis Sie schon nach 200 Metern zu einem kleinen Naturschutzgebiet, dem „Weinberg“ gelangen, so genannt, weil hier schon einmal Wein angebaut wurde.

Nun verlassen Sie die Straße und folgen dem steil ansteigenden Weg durch den Weinberg, in dem sich einige uralte Bäume, allesamt Naturdenkmäler, befinden. So gelangen Sie zurück zum Kloster, auf welches Sie bei der Brauerei und der Klosterschenke treffen. Dieser Weg durch das Scheyrer Naherholungsgebiet ist kurz, abwechslungsreich und könnte noch viel mehr Geschichten erzählen.