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Weihe von Abt Markus Eller

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Am Sonntag, 31. August 2008, erfolgte durch den Erzbischof von München und Freising Dr. Reinhard Marx in Anwesenheit hoher kirchlicher und weltlicher Würdenträger im Rahmen eines Festgottesdienstes die Abtweihe unter großer Anteilnahme der Bevölkerung.

Zu Beginn konnte der Prior des Klosters, Pater Benedikt, unter anderem Prinz Rasso und Prinzessin Theresa von Bayern als Vertreter des Hauses Wittelsbach, Landrat Josef Schäch, Erika Görlitz und Max Weichenrieder MdL sowie Bürgermeister Albert Müller begrüßen, dazu noch etwa 20 Äbtissinnen und Äbte und weitere Vertreter befreundeter Klöster aus Bayern, Schwaben, Österreich, Südtirol und sogar vom St. Vincent Priory in den USA. Die Kirchen waren vertreten mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger und Domdekan Lorenz Wolf für München und Freising, dem Apostolischen Protonotar Georg Schmuttermayr für die Diözese Augsburg und als Zeichen der Ökumene vier evangelischen Pfarrern.

Nach dem feierlichen Einzug stellten Pater Dominikus und Subprior Frater Kilian Abt Markus dem Erzbischof vor und Frater Kilian bestätigte, dass die Wahl ordnungsgemäß erfolgt war, und bat um die Erteilung der Weihe. In seiner Predigt wies Erzbischof Reinhard auf die Worte des Evangeliums hin: „Wer sein Leben gewinnen will, wird es verlieren“,  und betonte besonders, dass man das klösterliche Leben „im Horizont des ewigen Lebens betrachten“ müsse. Einer der schönsten Sätze in der Regel des hl. Benedikt laute: „Wer voranschreitet, dem wird das Herz weit und er läuft in unsagbarer Liebe den Weg Gottes.“

Dies gelte in besonderem Maß für den Abt, ebenso die Worte der Lesung: „Du hast mich betört.“ Die Menschen suchen, so Erzbischof Reinhard, Gott, aber auch er suche uns. Und für den Abt gelte besonders auch: „Der Abt soll mehr Hirte sein als herrschen.“ Er solle sich immer „ausrichten an Christus, der Autorität ausgeübt hat, nicht alles durchgehen hat lassen“, aber mehr helfend als herrschend.

„Bist du bereit – So begannen vor der Weihe fünf Fragen des Erzbischofs an Abt Markus, in denen er z.B. seine Bereitschaft erklären musste, „den Gelübden treu zu bleiben“, „die Regel des hl. Benedikt zu beachten“, durch sein „Beispiel im klösterlichen Leben“ auch Vorbild für seine Brüder zu sein, die ihm „anvertrauten Brüder zu Gott zu führen“, „den Besitz des Klosters treu zu verwalten“ und „der heiligen Kirche allezeit zu dienen und Papst Benedikt sowie seinen Nachfolgern Treue, Gehorsam und Ehrfurcht zu erweisen“.

Mit bewegter, aber fester Stimme antwortete Abt Markus auf jede Frage: „Ich bin bereit.“ Nach der Allerheiligen-Litanei und einem Segensgebet trat Abt Markus vor den Erzbischof, um von ihm die Regel des hl. Benedikt und die Insignien seines Amtes entgegen zu nehmen. So erhielt er den Ring „als Zeichen seiner Treue“, der Erzbischof setzte ihm die Mitra auf und überreichte ihm zuletzt noch den Hirtenstab, den Altabt Engelbert herbeibrachte, mit den Worten: „Ich übergebe dir diesen Stab als Zeichen deines Hirtenamtes, Trage Sorge für die Brüder, die dir anvertraut sind und für die du einst Rechenschaft ablegen musst.“ Danach tauschten der Erzbischof, die Scheyrer Mönche und die anwesenden Geistlichen mit Abt Markus den Friedensgruß aus.

Gemeinsam zelebrierten alle Geistlichen dann den Festgottesdienst, der kirchenmusikalisch von den Cantores der Benediktinerabtei Scheyern, dem Chor und Orchester der Basilika unter Leitung von Karl-Heinz Söndermann und Dr. Stefan Daubner an der Orgel mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart und Werken von Haydn, Bach und anderen feierlich gestaltet wurde.

Am Ende der kirchlichen Feier in der Basilika wandte sich Abt Markus in persönlichen Worten an die zahlreichen Gäste. „Hören, schauen, lernen", dies seien seine ersten Leitgedanken nach der Wahl zum neuen Abt Anfang Juli gewesen, sagte er. Mut und Kraft habe ihm auch der von ihm für sein neues Amt gewählte Wahlspruch gegeben: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke." Er sei sich bewusst, so der Abt, dass nicht alle Aufgaben leicht zu lösen seien. Dies habe er auch in der vergangenen Woche bei einer Reise in die Schweiz an den Wirkungsstätten des heiligen Bruder Klaus von der Flüe erlebt, „der auch Wege gehen musste, die für ihn und seine Familie nicht leicht waren."

An seinem Weihetag gelte sein Dank allen, die ihn auf seinem bisherigen Lebensweg begleitet und unterstützt hätten, so Abt Markus. Besonders bedankte er sich bei seinen Eltern und seiner Familie, aber auch bei seiner Heimatgemeinde Obersöchering, seinem Vorgänger Abt Engelbert Baumeister, seinen Mitbrüdern im Kloster und allen, die zum Gelingen dieses Weihetages beitrugen.

Im Klosterhof musste der neue Abt dann viele Hände schütteln (hier finden Sie Bilder vom Empfang).  Dort standen die Gratulanten Schlange, um Markus Eller zu seiner Berufung als Oberhaupt des Scheyerer Benediktiner zu beglückwünschen. Viele waren aus seinem Heimatort Obersöchering im Kreis Weilheim Schongau gekommen, um bei der Weihe ihres Mitbürgers dabei zu sein. Aber auch die Vereinsvorstände, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderäte aus Scheyern, Niederscheyern und Gerolsbach, wo Markus Eller sieben Jahre als Pfarrer wirkte, nutzten die Gelegenheit, ihre Glückwünsche auszusprechen und Spenden für die neuen Scheyerer Glocken zu überreichen, was sich Abt Markus anstelle persönlicher Geschenke gewünscht hatte.

Und es blieb auch Zeit für Gespräche mit Erzbischof Reinhard Marx; den anwesenden Äbtissinnen und Äbten oder den vielen anderen hochrangigen Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft, unter ihnen Prinz Rasso und Prinzessin Theresa von Bayern als Vertreter des Hauses Wittelsbach, dessen Stammsitz sich auf der mittelalterlichen Burg der Grafen von Scheyern befand. Die geladenen Gäste trafen sich danach noch zum Abendessen im Saal der Klosterschenke, wo die Buben und Mädchen des Kindergartens St. Martin mit netten Liedern und Geschenken „ihrem“ Abt Markus gratulierten. Ganz begeistert zeigte sich darüber auch Erzbischof Dr. Reinhard Marx, der zum Abschied noch einen Korb mit Scheyrer Spezialitäten mit auf den Heimweg bekam.

Mit einer feierlichen Komplet, dem klösterlichen Abendgebet, in der Basilika mit Kreuzauflegung endete der Weihetag – ein Festtag nicht nur für Abt Markus, sondern für die ganze Gemeinde Scheyern und den Landkreis.


Wappen
Insignien

Die Insignien von Abt Markus

Wappen

Dr. Moritz Graf Strachwitz, Obermeitingen

Das Wappen von Abt Markus teilt sich unter dem Klosterwappen in drei Felder. Die Symbole beziehen sich auf seinen Werdegang.

  • Die Gans nimmt Bezug auf seinen Taufpatron, den hl. Martin.
  • Der Hobel steht für seine Ausbildung zum Schreiner vor dem Klostereintritt.
  • Das Buch mit dem Markuslöwen weist auf den Klosternamen, wie auch auf den Dienst der Verkündigung als Pfarrer in den ihm anvertrauten Gemeinden hin.
  • Das Schriftband nimmt seinen Wahlspruch aus Nehemia auf: „Gaudium Domini fortitudo nostra — Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.

Ring

Max Faller Münchner Bildhauer und Goldschmied

Der Künstler wurde 1927 in Neuburg an der Donau geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Die Arbeiten Fallers befassen sich ausschließlich mit religiösen Themen. Er ist Träger des Münchner Kunstpreises. Über sein Leben und sein Werk hat die Schwester Elia Bosler vom Karmelitinnenkloster Dachau ein reich bebildertes, dreibändiges Werk geschrieben.

Kreuz (Pectorale)

Augsburger Goldschmiedewerkstatt Ulrich Dochtermann

Kirchengeräte, Kunstgewerbliche Metallwerkstatt, Kunstgewerbe

Mitra

Paramentenstickerei Regens-Wagner-Stiftung in Hohenwart