Sommerkonzerte – 2024

07. Juli 2024, 17 Uhr: Eröffnungskonzert – Leben.Bewegt
Vokalensemble Canzone11, Christiane Kuck – Tanz, Tanja Wawra – Leitung

Feinste Klanggestaltung und Intonation gepaart mit viel Charme und Witz – so hat sich das exzellente Vokalensemble Canzone11 aus München in den letzten Jahren eine Spitzenstellung unter den Kammerchören in Deutschland gesichert (Gewinner des Bayrischen Chorwettbewerbs 2023 in der Kategorie Gemischte Kammerchöre). Die Ausstrahlung und Homogenität des Chores faszinieren das Publikum genauso wie die extravaganten Programme, die Chorleiterin Tanja Wawra mit viel Experimentierlust zusammenstellt.

In dem interdisziplinären Programm „Leben.Bewegt“ präsentiert das Ensemble zusammen mit der herausragenden zeitgenössischen Tänzerin Christiane Kuck beeindruckende Werke der Chorliteratur, die der Frage nach dem Sein, Wirken und Abscheiden des Menschen in der heutigen Welt nachgehen. Neben den „Songs of farewell“ von Hubert Parry und dem faszinierenden „What is life“ von Ann-Sofi Söderqvist werden auch Werke von Eric Whitacre, Will Todd und anderen zu hören sein.

 

 

13. Juli 2024, 19.30 Uhr: Kreuzgangkonzert »Harmonice Mundi«

  Viktor Töpelmann – Gambe, Daniela Niedhammer – Orgel

Mit »Harmonice Mundi« präsentieren Viktor Töpelmann und Daniela Niedhammer eine ebenso kreative wie historisch fundierte Re-Imagination süddeutsch-österreichischer Musik aus dem späten 17. Jahrhundert für Viola da gamba und Orgel – gespielt auf einer historischen Gambe von Hannß Khögl (Wien 1674) aus dem Benediktinerstift Kremsmünster! Für den Astronom Johannes Kepler “sind also die Himmelsbewegungen nichts anderes als eine fortwährende mehrstimmige Musik” und so bietet umgekehrt die Musik den Menschen einen Weg und ein Vokabular, sich dem Geheimnis des Himmels zu nähern. Die Musik von Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644–1704), Johann Heinrich Schmelzer (c1620–1680), August Kühnel (1645 – nach 1699) und Johannes Schenck (1660 – nach 1717) gibt uns auch heute noch eine Ahnung von dieser Beziehung zwischen Klang und Ewigkeit.

 

 

21. Juli 2024, 17.00 Uhr: „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel

Anna Veith – Sopran, Margarete Joswig – Alt, Anselm Sibig – Tenor, Nikolai Ardey – Bass, Basilikachor Scheyern, Barockorchester, Leitung: Martin Seidl

Der „Messias“ nimmt im Schaffen Händels eine einzigartige Sonderstellung ein. Als berühmtestes Werk hebt es sich aus seinem monumentalen Gesamtschaffen heraus durch seinen stark allgemeingültigen Charakter und zugleich durch die konkrete Art seiner Aussage, die Menschen der verschiedenen Weltanschauungen in ihren Bann zieht. Elemente aus Passion, Kantate, Anthem, Oper, Instrumentalmusik – also alle wichtigen musikalischen Gattungen seiner Zeit – waren Grundlage für Händels Oratorium. „I should be sorry if I only entertained them; I wished to make them better“ soll Händel nach der Uraufführung gesagt haben. In diesem Sinne wünscht sich auch der Basilikachor mit seiner Aufführung in Originalsprache begleitet von alten Instrumenten, sein Publikum nicht nur zu unterhalten, sondern auch nachhaltig zu bereichern.